richtig, sie wird auch in der belgischen genealogischen Literatur angenommen. Im Französischen  und Wallonischen wird das Patronymikon, d.h. die Bezeichnung des Vaternamens, durch die  Endung "ard" oder "art" gebildet. Beispiele sind Goffart, Sohn des Godefroid - Gottfried;  Philippard, Sohn des Philippe; Kaulard, Sohn des Nicolas. "Mathard"  heißt also schlicht Sohn des  Matthieu oder Mathias. Im Deutschen entsprechen dem die Namen: Theißen, Thyssen,  Mathiessen, d.h.  Sohn des Mathias oder Theis. Im Laufe der Jahrhunderte ist das "d" am Ende  verloren gegangen. Ableitungen vom Spanischen „matar“ d.h. „töten“ oder aus phonetisch  gleichlautenden arabischen Wortstämmen sind unzutreffend.  Mathar in Eupen  Um 1592 wird ein Melchior Mathar als Bürgermeister - Maire - von Sart erwähnt. Dessen Vater  Mathieu Collin hat sich erstmals um 1550 "Mathard" genannt. Hier lässt sich also das erste  Auftreten des Namens genau fassen. Der Grabstein eines Thomas Collin des Pouxhons befindet  sich in der Kirche in Sart les Spa, was schließen lässt, dass die Collin in Sart angesehen  und  begütert waren. Das Wappen des  Grabsteins zeigt den Limburger Löwen unter einem Adelshelm.  Es handelt sich dabei um ein  Amtswappen, nicht um das persönliche Wappen der Collin-Mathar.  Nach 1602 finden sich in Sart keine Spuren des Namens Mathar mehr. Die Herkunft des Namens  wird erstmalig von Günther Mathar, Krefeld, berichtet, der sich auf Professor Dr. Willems aus  St.Vith und Abbé Francois Toussaint aus Weismes beruft. Beide halten diese Herleitung für  absolut gesichert.  Der erste urkundlich erwähnte Mathar in Eupen war Mathis Matharen, der vor 1600 geboren sein  muß. Der Sohn von Mathis, Jakob Matharen heiratete am 22. 1. 1618 eine Trein (Katharina)  Galferber aus Bäseth.  Dieser Jakob Matharen wird auch von Manfred Jansen, Kalterherberg, als  Stammvater aller Mathar im Monschauer Land bezeichnet. Jakob Matharens Sohn Jacob  Matharen heiratete am 15. 8. 1651 die Petter (Petronella) in Eupen in der Borngas. Jacob  Matharen hatte vier Söhne: Jacob, geboren 1652; Joan, geboren 1655; Matheis, geboren am 25.  9. 1661  und Hubertus, geboren 1670, alle in Eupen. Es scheint, dass für alle Söhne kein Platz in  Eupen war. So wandern drei von ihnen, Joan, Matheis und Hubertus nach Monschau aus, wo  wegen der aufstrebenden Tuchindustrie ein gutes Auskommen zu erwarten war.   Home zurück weiter