der Feinen Gewandtschaft und den Tuchscherern nach längeren Streitigkeiten ein  »Tarifvertrag«  geschlossen. Zu den Unterzeichnern gehörte auch ein Mathar. Die Familie war zu dieser Zeit also  schon in Monschau etabliert. In diesem sozialen Umfeld heiratete Mathias Mathar am 28. Aprilis  1748 die Maria Agnes Müller, genannt "Wergen", aus Monschau. Die Zeit um 1750 ist die Blütezeit  der Monschauer Tuchindustrie und so scheint der aus Eupen eingewanderte Hufschmied zu  bescheidenem Wohlstand gelangt zu sein. Immerhin tritt seine Tochter Maria Theresia in  Monschau in den Konvent der Ursulinen ein, den sie als Oberin von 1796 bis 1823 leitete. Das  Ehepaar hatte mehrere Söhne, darunter Mathias Josephus Mathar, der am 9. 6. 1753 in  Monschau geboren wurde.   Von diesem Mathar kennen wir eine Reihe interessanter Einzelheiten.. Er führte ein  handschriftliches Tagebuch, das in der Familie von seinem Sohn Martin und seiner  Schwiegertochter weitergeführt wurde. Es zeigt, dass er lesen und flüssig schreiben konnte. Im  Buch des Franz von Sales "Von der Liebe Gottes" von 1666, findet sich in geläufiger Schrift der  Eintrag: Mathias Josephus Mathar 1778. Eine weitere Eintragung im Buchdeckel lautet: Maria  teresia mathars. Diese Maria Theresia war später Oberin der Ursulinen in Monschau. Mathias  Mathar hat dieses Buch vielleicht von seiner Schwester beim Eintritt in den Orden erhalten, da  diese 1778 24 Jahre alt war.   Ein weiteres Zeichen für Ansehen und Wohlstand war seine Heirat mit Anna Katharina Schreiber  aus Konzen am 6. Februar 1787 in Konzen. Seine Frau kam aus dem Hof Stillbusch, ihr Vater  Wilhelm Heinrich war "rottmeister" - so etwas wie Ortsvorsteher in Konzen. Der Grabstein seiner  Ehefrau Maria Agnes Brewer aus Kesternich befindet sich an der Nordseite des Konzener Kirche.  Ein weiteres Grabkreuz von 1689  für Johann Schreiber ist erhalten, wahrscheinlich der Vater von  Petrus Schreiber.   Der erste Sohn Wilhelm Heinrich - nach seinem Konzener Großvater - kam etwas vorzeitig schon  am 26. März 1787 zur Welt; er starb schon 1789. Es folgten 1789 Johann Mathias, 1791 Johann  Wilhelm, 1793 Peter Joseph, der 1794 starb, 1794 Johann Norbert, am 26. Februar 1797 Martin,  1799 Joseph Ludwig, der 1800 starb, 1801 Johann Paulus und 1804 Johann Heinrich. Mein Vater  erzählte, die alte  Schmiede der Mathar habe sich gegenüber der evangelischen Kirche im Keller  des Hauses Breuer befunden, was auch durch eine Eintragung im Monschauer Kataster von 1875   Home zurück weiter